Gelsenkirchener Junior B-Vierer rudert lange auf Bronzekurs

Bei den nationalen Titelkämpfen über 1000 und 350 Meter ließ der Ruderverein Gelsenkirchen die Saison ausklingen. Dabei schnupperte der Junior B-Vierer zeitweilig an der Bronzemedaille.

„Schade, hätten wir uns gezielt auf diesen Wettkampf vorbereiten können, wäre sicher mehr drin gewesen“, sagte RVG-Trainer Jochen Wittor nach dem fünften Platz bei den Deutschen Sprintmeisterschaften für Frederik Battling, Tobias Rath, Sebastian Klug, Dominik Diaz-Gosda und Steuermann Alexander Nüssen. Tobias Rath war schon vor den Landesmeisterschaften krank, „wir haben danach das Boot erst gar nicht aufgeriggert.“ Zum Ende hin fiel der Gelsenkirchener Vierer im Feld zurück und in dieser Phase des Rennens hätte man gesehen, „dass uns noch eine Ecke an Erfahrung fehlt.“ Dennoch findet Trainer Wittor, dass die Mannschaft aus solchen Rennen viel mitnehmen kann.

Das trifft auch für Linda Battling und Maja Brouka zu, die bei den Sprintmeisterschaften in Münster im Frauen-Doppelzweier das Finale verpassten (vierter Platz im Vor- und Hoffnungslauf). Bei den Deutschen Meisterschaften über 1000 Meter traf das Duo auf Top-Konkurrenz. Anja Noske aus dem Saarbrücker Siegerteam holte beispielsweise in diesem Jahr bei den A-Weltmeisterschaften die Bronze-Medaille, war ebenso wie Zweier-Partnerin Nina Wengert schon bei den Olympischen Spielen dabei. Das gleiche gilt für die zweitplatzierten Frankfurterinnen Lenka Wech und Christiane Huth. „Wir wären natürlich gerne länger im Feld mitgefahren, aber gegen so eine starke Konkurrenz haben wir noch keine Chance“, meinte Wittor. Am Ende war es Platz fünf.

Jetzt starten die Gelsenkirchener gleich ins Wintertraining durch, Anfang Dezember steht in Dortmund bereits der erste Langstreckentest an. Im Junior-Bereich verfügt der RVG über vier Leichtgewichte und vier Ruderer aus der offenen Klasse, so dass der RVG-Trainer überlegt, in der Saison 2014 Vereinsprojekte voranzutreiben. Möglich, dass im Frühjahr auch wieder Sportler der Gesamtschule Berger Feld zum Vereinstraining hinzustoßen. Eine Überlegung sei es wert, im nächsten Jahr mit einem Nachwuchs-Achter in der Junior-Bundesliga einzusteigen.

Quelle: WAZ (Detlev Seyb)